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Interview: „YOUR BODY, YOUR CHOICE – RAISE YOUR VOICE!“

Hier findet ihr einen Beitrag von *aze (*andere Zuständ ermöglichen) vom berliner What the fuck-Bündnis, das sich gegen den dortigen “Marsch für das Leben” von christlichen “Lebensschützern” und ihren reaktionären FreundInnen stellt. In einem bereits im Asism-Reader erschienen Interview  stellen sie ihre Arbeit, Kritik und Visionen vor:

Seit einigen Jahren organisieren christliche FundamentalistInnen und ihre SympathisantInnen in Berlin einen „Schweigemarsch“. Dieser sogenannte „Marsch für das Leben“, der bereits seit 2002 in Berlin stattfindet, ist einer der wichtigsten öffentlichen Auftritte der selbsternannten „Lebensschützer“, bei dem sie sich für ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen einsetzen sowie ein christlich-fundamentalistisches Weltbild zelebrieren. Das „What the Fuck?!“-Bündnis mobilisiert gegen diesen Marsch. Die Genoss*innen vom ASISM-Reader sprachen mit Sarah und Lucy von der Gruppe *andere Zuständ ermöglichen über die Arbeit des Bündnisses

ASISM (A): Was hat es mit diesem „Marsch für das Leben“ auf sich?
Sarah: Das ist ein weltweites Phänomen. Christliche FundamentalistInnen und AbtreibungsgegnerInnen versammeln sich in verschiedenen Städten, um u.a. gegen Abtreibung zu demonstrieren. Oft handelt es sich um Schweigemärsche, bei denen die Teilnehmenden um abgetriebene Embryonen trauern, die sie als getötete Kinder verklären.
Lucy:
So auch bei dem „Marsch für das Leben“ in Berlin. Hier lädt der Bundesverband Lebensrecht (BVL) ein. Unter den TeilnehmerInnen befinden sich PolitikerInnen der CDU/CSU und AfD, VerschwörungstheoretikerInnen, „Lebensschützer“ und AkteurInnen der Neuen und extremen Rechten. 2016 folgten dem Aufruf des BVL ca. 5000 Menschen.
A: Ihr sprecht von „Lebensschützern“. Das klingt doch erst mal positiv. Wo liegt das Problem?
Lucy: „Lebensschützer“ ist eine Selbstbezeichnung derjenigen, die gegen Abtreibungen protestieren und gegen die sexuelle und körperliche Selbstbestimmung auf die Straße gehen. „Lebensschützer“ behaupten, dass jede Abtreibung eine Tötung menschlichen Lebens darstelle, da menschliches Leben mit der Befruchtung beginne, die eine göttliche Fügung sei, der sich die schwangere Person nicht entgegenstellen dürfe. Dem Recht auf Selbstbestimmung der schwangeren Person setzen sie also das „Lebensrecht des Kindes“ entgegen.Dies ist allerdings verkürzt gedacht, denn ein Abtreibungsverbot kann Leben kosten! In den Ländern, in denen Schwangerschaftsabbrüche kriminalisiert sind bzw. der Zugang zu legalen Abtreibungen massiv erschwert wird, nehmen schwangere Personen Abbrüche meist illegal vor. Dies bedeutet, dass die Abbrüche oft sehr teuer sind und unter schlechten medizinischen und hygienischen Umständen durchgeführt werden, oft durch Laien. Auch notwendige Nachbehandlungen im Fall von Komplikationen werden erschwert, da die betroffenen Personen mit einer Strafverfolgung zu rechnen haben. Dies birgt ein hohes gesundheitliches Risiko für die schwangeren Personen und kann sogar zum Tod führen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben weltweit jährlich etwa 47.000 Menschen bei illegalisierten Schwangerschaftsabbrüchen (Angaben von 2008).
Sarah: Wir sind nicht glücklich mit der Bezeichnung „Lebensschützer“. Und sprechen daher oft auch von christlichen FundamentalistInnen bzw. Fundis und ihren UnterstützerInnen/SympathisantInnen. Continue reading “Interview: „YOUR BODY, YOUR CHOICE – RAISE YOUR VOICE!“”

“Pro Choice is ois!” Borschüre zum Download

Hier findet ihr die Broschüre „Pro Choice is ois!“ vom Infoladen Salzburg als pdf zum Download:

 

 

 

 

 

Als Vorgeschmack könnt ihr hier das Vorwort lesen: Continue reading ““Pro Choice is ois!” Borschüre zum Download”