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Pro Life – Abtreibungsgegner auf dem Vormarsch

Hiermit möchten wir euch auf den Dokumentarfilm “Pro Life – Abtreibungsgegner auf dem Vormarsch” von Alexandra Jousset und Andrea Rawlins-Gaston aufmerksam machen, der sich mit dem Thema der in den letzten Jahren in ganz Europa erstarkenden “Pro-Life-Bewegung” auseinandersetzt. Dabei lässt die Doku einerseits Betroffene zu Wort kommen, die von ihrem harten Weg zu einer legalen Abteibung berichten und zeigt andererseits auf, zu welch wahnwitzigen und übergriffigen Maßnahmen Abtreibungsgegner*innen mittlerweile greifen, um ihre Propaganda zu verbreiten. Ebenso versuchen die Regisseur*innen in ihrer Doku die internationale Vernetzung der christlich-fundamentalistischen “Lebenschützer” sichtbar zu machen, die bereits auf instituationeller Ebene maßgeblichen Einfluss erlangt haben.

Die Doku ist noch bis zum 04.05.2018 unter folgendem Link zum Streamen verfügbar Pro Life – Abtreibungsgegner auf dem Vormarsch

Protestaktion gegen den Pro-Life-Kongress der Jugend für das Leben in Linz

Vom 23.-25.02.2018 veranstaltete die christliche-fundamentalistische Jugend für das Leben (Recherche zur Jugend für das Leben) einen “Pro-Life-Kongress” in der linzer Lissagasse 4. Die radikalen Abtreibungsgegner*innen, die Schwangerschaftsabbrüche duchwegs als Morde bezeichnen, riefen auf ihrer Webseite zur Beteiligung am Kongress auf, um neue Aktionen zu planen. Ziel der Jugend für das Leben ist es eine “Pro-Life-Kultur” aufzubauen “in der sich Abtreibungen erübrigt haben”, im Klartext bedeutet das, schwangeren Person die Möglichkeit auf einen Abbruch zu erschweren oder gar zu verweigern.

Die Kampagne Nicht mit mir der Sozialistische LinksPartei (SLP) rief am 23.02. zur Gegenaktion mit dem Titel “Pussy Riot” auf. Zahlreiche Aktivist*innen gingen gegen den Kongress der Jugend für das Leben in Linz auf die Straße.

Rechte Frauen für Frauenrechte?

Eine abgeänderte Form dieses Artikels ist auch in der Printausgabe der 82. Ausgabe der Zeitschrift MALMOE erschienen.

Drei Frauen aus der neuen schwarz-blauen Regierung im Porträt

In diesem Artikel sollen drei Frauen aus der aktuellen österreichischen Regierung vorgestellt werden.
Es soll gezeigt werden, was deren vergangene sowie gegenwärtige Tätigkeiten u.a. für feministische Errungenschaften und Kämpfe bedeuten (können) und inwiefern diese zur Normalisierung des Rechtsextremismus in der österreichischen Gesellschaft beitragen (können).

Kurzer Rückblick: Bereits von 2000 bis 2005 kam es zu massiven sozialpolitischen Kürzungen durch die erstmalige Koalition von ÖVP und FPÖ. Dazu gehörten auch Angriffe auf frauen*politische Angelegenheiten, wie die Abschaffung des Frauenministeriums und Unterordnung dessen in das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen unter Herbert Haupt, dem ersten und bisher letzten männlichen Frauenminister. Durch die Pensionsreform im Jahr 2003 kam es u.a. zu einer Erweiterung des Durchrechnungszeitsraums von 15 auf 45 Jahre, was massive Pensionseinbußen für Personen, die Erziehungsarbeit leisten, bedeutet (in den meisten Fällen Frauen*), da Erziehungszeiten nur unzureichend an die Pension angerechnet werden. Auch mit der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes im Jahr 2000 setzte die Regierung weiterhin auf eine individualisierte, traditionalistische Form der Familienförderung, um damit die Karenz möglichst in die Länge zu ziehen, anstatt Dienstleistungen, wie etwa Kinderbetreuungsstätten oder Ganztagsschulen auszubauen.

Bereits die damalige schwarz-blaue Regierung bezog Frauen plakativ als Ministerinnen in vermeintlich „männlichen“ Bereichen wie Verkehr und Außenpolitik ein. Dies geschah nicht aus einem emanzipatorischen Interesse heraus, sondern um durch diese Inszenierung vorab jegliche Kritik an einer „frauenfeindlichen“ Politik zu delegitimieren.
Diese Strategie lässt sich auch aktuell beobachten, wenn beispielsweise Bundeskanzler Kurz damit prahlt, dass in seinem Team „50 Prozent Frauen und zwei Drittel Experten“ zu finden seien. Im folgenden zeigen wir auf, wie konservative Frauen in der Regierung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft den stärker werdenden antifeministischen Diskurs befeuern konnten und können. Continue reading “Rechte Frauen für Frauenrechte?”

Aufruf zu Beiträgen zum Thema “schwarz-blau”/Call for Contribution

In den letzten Wochen haben wir intensiv zu Frauen* der schwarz-blauen Regierung recherchiert und die Ergebnisse in einen Artikel verpackt, der in der nächsten Malmoe erscheinen wird. Da Antifeminismus unter schwarz-blau erstarkt und wir dieses Thema verstärkt in den Fokus rücken wollen, seit nun ihr gefragt! Was gibt es zu berichten, über schwarz-blau aus feministischer Perspektive? Welche Parallelen können zur letzten ÖVP-FPÖ-Regierung von 2000-2005 gezogen werden? Schon damals kam es zu massiven sozialpolitischen Kürzungen.
Da es sich bei FIDA um einen online Blog und kein wissenschaftliches oder elitäres Projekt handelt, stellen wir einen solchen Anspruch auch nicht an die Texte, die veröffentlicht werden. Ebenso werden alle Texte anonym auf dem Blog veröffentlicht. Falls ihr noch mehr über FIDA erfahren wollt, besucht doch ganz einfach unseren Blog unter fida-blog.info, unter dem Punkt Selbstverständnis findet ihr auch noch mehr Infos zu den Postionen und Schwerpunkten von FIDA. Eingereicht werden können Texte per E-Mail an fida@riseup.net.
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Wenn »Selbstbestimmung« nicht mehr weiterhilft

Aus gegebenen Anlass wird hier ein Artikel von Kirsten Achtelik geteilt, erstmals erschienen in der ak Nr. 916, der sich kritisch mit der Pränataldiagnostik sowie Abtreibung und Dis*ability auseinandersetzt. In den letzten Wochen marschierten Abtreibungsgegner*innen im Zuge der “Märsche fürs Leben” durch mehrere Städten Österreichs und hetzten gegen das Recht auf Abtreibung. Organisiert wurden diese vom Verein Jugend für das Leben (Recherche zu Jugend für das Leben), die auch immer wieder Menschen mit Behinderung dafür instrumentalisiert, eigenen Anliegen durchzusetzen und den Zugang zu Schwangerschaftabbrüchen zu erschweren.

Wenn »Selbstbestimmung« nicht mehr weiterhilft

Feministische Slogans sind keine Wunderwaffe gegen die Methoden der Pränataldiagnostik

Von Kirsten Achtelik

Am 17. September war es wieder soweit: Der »Marsch für das Leben« zog durch Berlin. Mehrere Tausend »Lebensschützer« demonstrierten mit einem Schweigemarsch gegen Abtreibung. Die Proteste gegen diese Märsche erfreuen sich in linken und (queer)feministischen Kreisen zunehmender Beliebtheit. Den radikalen Abtreibungsgegner_innen hauptsächlich mit der Parole des »Rechts auf Selbstbestimmung« begegnen zu wollen, ist jedoch eine problematische Strategie.

Continue reading “Wenn »Selbstbestimmung« nicht mehr weiterhilft”

Reaktionäre antifeministische Podiumsdiskussion an der TU Wien!

Aufruf von der Plattform Feminismus gegen die reaktionäre, antifeministische Podiumsdiskussion an der TU Wien:

Am Freitag, den 10.11.2017 soll ab 18 Uhr im Kuppelsaal der TU Wien eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “GENDER–DEBATTEN: Worum geht es?” stattfinden. Diese wird organisiert von der Katholischen Hochschulgemeinde.
Teilnehmer*innen dieser Podiusmsdiskussion sind u.a. die christlich-konservative Publizistin Gabriele Kuby sowie der Facharzt für Psychatrie und Neurologie Dr. Raphael Bonelli. Die Moderation übernimmt die ÖVP-Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete Gudrun Kugler.

Letztere ist auch Initatorin von der katholischen Heiratsplattform “kathtreff.org” und betätigt sich stark in der sogenannten “Lebensrechtsbewegung”.
Bei diesen finden sich vehemente Abtreibungsgegner*innen, welche sich auch gegen Sterbehilfe stellen. Auch werden heteronormative Rollenbilder in der Rückbesinnung auf “christliche Tugenden und Werte” verbreitet.
In einer Rede im Wiener Gemeinderat vom 26. Juni 2017 betont Gudrun Kugler ihre reaktionäre Position, indem sie “jede Abtreibung als eine zuviel” beschreibt. Auch will Kugler, dass Wiener Standesbeamte die Begründung eingetragener, gleichgeschlechtlicher Partnerschaften “mit Verweis auf ihren christlichen Glaube ablehnen dürfen.” In der Zeitschrift “Couleur”, die vom christlich-konservativen Mittelschüler-Kartell-Verband herausgegeben wird, meint Gudrun Kugler, dass die gleichgeschlechtliche Ehe zu einer “Ehe unter Geschwistern” führt. Continue reading “Reaktionäre antifeministische Podiumsdiskussion an der TU Wien!”

Aufruf zu Beiträgen rund ums Thema MÄNNERRECHTLER/Call for Contribution

Hallo ihr Lieben,

es gibt wieder mal einen neuen Themenschwerpunkt am FIDA-Blog! Über den Sommer haben wir einerseits Textbeiträge zum Thema “Arbeit” aus (queer-)feministischer Perspektive empfangen und andererseits zu “Geschlechterbilder & Antifeminismus von rechts” recherchiert und unsere Ergebnisse veröffentlicht.
Da am 25.11.2017 wieder ein von “Jugend für das Leben Österreich” organisierter “Marsch fürs Leben” in Wien stattfinden wird, werden wir unsere Recherche in den nächsten Wochen darauf fokusieren und sammeln die nächsten 3 Monate Texte zu Männerrechtlern, Maskulisten, Väterrechtlern, “Meninisten” und anderen Antifeministen und Abtreibungsgegner*innen. Wir freuen uns über jegliche Texte, die sich kritisch mit der Thematik auseinandersetzen!
Da es sich bei FIDA um einen online Blog und kein wissenschaftliches oder elitäres Projekt handelt, stellen wir einen solchen Anspruch auch nicht an die Texte, die veröffentlicht werden. Ebenso werden alle Texte anonym auf dem Blog veröffentlicht. Falls ihr noch mehr über FIDA erfahren wollt, besucht doch ganz einfach unseren Blog unter fida-blog.info, unter dem Punkt Selbstverständnis findet ihr auch noch mehr Infos zu den Postionen und Schwerpunkten von FIDA. Eingereicht werden können Texte per E-Mail an fida@riseup.net.

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Was bedeutet Arbeit?

***Gastbeitrag***

Arbeit ist zentral in einer Gesellschaft, die sich über Arbeit definiert. Die meisten Menschen verbringen den Großteil ihres Tages bei der Lohnarbeit. Welcher Lohnarbeit ich nachgehe kann etwas über meine Interessen, Ideale und Werte aussagen. Arbeiten heißt ja schließlich die Welt, wie sie mir begegnet be-arbeiten, verändern, in eine Richtung bewegen – oder in eine andere.

Das Wort „Arbeit“ stammt aus dem Althochdeutschen arabeit und bedeutete soviel wie „Mühsal“, „Not“ oder „Bedrängnis“[1]. Vielleicht trägt der Begriff bis heute eine negative Konnotation mit sich, aber spannend wird‘s, wenn wir dessen produktive Dimension miteinbeziehen.

Weil Arbeit eine zentrale Stellung in unserer Kultur einnimmt, stellt sie in Vergangenheit und Gegenwart auch einen Austragungsort verschiedener politischer Kämpfe dar, z.B. im gewerkschaftlichen Arbeitskampf, im Marxismus oder im feministischen Materialismus. Continue reading “Was bedeutet Arbeit?”

Aufruf zu Beiträgen zum Thema ARBEIT/Call for Contribution

Liebe alle
da der (queer-)feministische FIDA-Blog nun bereits vier Monate online ist, neben einer ersten Recherchereihe zum “Marsch für die Familie” auch einige Beiträge zum Thema Antifeminismus veröffentlicht und positives Feedback erhalten hat, senden wir nun einen zweiten ‘call for contribution’ aus. In den nächsten 3 Monaten möchten wir uns mit dem Thema ARBEIT aus (queer-)feministischer Perspektive auseinandersetzen. Von feministischer Ökonomie bis Sexarbeit – wir freuen uns über jegliche Texte, die sich kritisch mit ‘Arbeit’ auseinandersetzen! Da es sich bei FIDA um einen online Blog und kein wissenschaftliches oder elitäres Projekt handelt, stellen wir einen solchen Anspruch auch nicht an die Texte, die veröffentlicht werden. Ebenso werden alle Texte anonym auf dem Blog veröffentlicht. Falls ihr noch mehr über FIDA erfahren wollt, besucht doch ganz einfach unseren Blog unter fida-blog.info, unter dem Punkt Selbstverständnis findet ihr auch noch mehr Infos zu den Postionen und Schwerpunkten von FIDA. Eingereicht werden können Texte per E-Mail an fida@riseup.net.
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