Anarcha-queer-feminist gathering

Als Anarcha-Queer-Feministische Gruppe wollen wir die Treffen nicht von Strukturen bestimmen lassen, sondern die Abende offen miteinander gestalten. Dies bedeutet, jede Person (auch du) kannst etwas über Anarchismus Queer-Feminismus oder andere gerade und dauerhaft anstehende Themen mitbringen.´ – Texte, Flyer, Bilder, Comics, kurze Filme… Dies ist ein Aufruf an Personen, die Herrschaft in allen Ausformungen ablehnen und für die Antisexismus und Queer-/Feminismus nicht ohne Anarchismus auskommen. Das bedeutet für uns auch, dass wir aufeinander acht geben. Außerdem wollen wir repressive Situationen nicht als Einzelerlebnisse wahrnehmen, sondern als Teil eines Gesamtkomplexes, dem wir gemeinsam etwas entgegensetzen möchten. Der Abend soll hierarchiefrei, antiautoritär und vielfältig sein. Wir und Uns heißt Du und Ich.

KUNDGEBUNG: PRO CHOICE IS OIS!

25. November 14:00 Uhr Stock-im-Eisen-Platz Wien (1010)
KUNDGEBUNG: PRO CHOICE IS OIS!
GEGEN DEN “MARSCH FÜRS LEBEN” UND CHRISTLICHEN FUNDAMETALISMUS IMMER UND ÜBERALL

Am 25. November 2017 plant die christlich-fundamentalistische „Jugend für das Leben“ den “Marsch fürs Leben” durch die Wiener Innenstadt. Mit diesem jährlich stattfindenen Marsch demonstrieren sie gegen das Recht auf Abtreibung und zwar dieses Jahr genau an dem “Tag gegen Gewalt an Frauen*”.
Bei dem Tag handelt es sich um einen jährlich abgehaltenen Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen* und Mädchen*. Ein Kampf, der für viele alltäglich ist. Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper pro choice als wirkungsmächtiges Konzept ist ein wichtiger Bestandteil dieses Kampfes. Der Kampf um reproduktive Rechte betrifft nicht nur Frauen*, sondern auch trans*, inter* und non-binary Menschen.Die “Jugend für das Leben” verfolgt das Ziel, den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen rechtlich zu erschweren, zu delegitimieren und in weiterer Folge zu verunmöglichen. Diese Forderungen sind paternalistisch und frauen*feindlich.Dass die Debatte um Schwangerschaftsabbruch aktueller denn je ist, zeigen Aussagen von Repräsentanten der anstehenden schwarz-blauen Regierung. H. C. Strache sprach sich 2006 für die Verkürzung der Fristenlösung aus; Norbert Hofer bezeichnet den Uterus als den Ort mit der höchsten Sterblichkeitsrate in Österreich.
In Zeiten eines neuerlichen Rechtsrucks ist es besonders wichtig antifeministischen und antiemanzipatorischen Gruppen entgegenzutreten. Deshalb protestieren wir am 25.11 ab 14h am Stock-im-Eisen-Platz (1010) gegen den diesjährigen “Marsch fürs Leben”!

Nieder mit dem Patriarchat! Pro Choice is ois!
https://www.facebook.com/events/158796041392810/

Recherche zu “Jugend für das Leben”

Die Gruppe “Jugend für das Leben” gründete sich nach Angaben ihrer Internet-Seite im Jahr 1989 in Linz. Die Hauptaktionen sollen zunächst Vorträge und Schweigemärsche gewesen sein. Seit 2011 findet in Wien sowie in zahlreichen anderen Bundesländern der „Marsch fürs Leben“ statt, immer wieder werden in den Landeshauptstätten auch „Lichterketten für die Ungeborenen“ veranstaltet. Dass der Zuspruch zu den sexistischen Vorstellungen von “Jugend für das Leben” und Co in den etablierten rechts-konservativen Parteien salonfähig ist, zeigt die Tatsache, dass der sesselklebende Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl im Anschluss an die „Lichterkette“ 2015 in Graz zu einer Messe ins Kunsthaus einlädt. [1]

Seit 1997 veranstaltet die “Jugend für das Leben” jedes Jahr die „Pro Life Tour“ (früher: Pro Life Marsch), die den Zweck verfolgt Jugendliche und Kinder für den Anti-Abtreibungs-Kampf zu rekrutieren. Unter dem Motto „Wie weit würdest du für ein Menschenleben gehen?“ wandern dabei ca. 30 Kinder und Jugendliche zu Fuß von einer in die nächste Landeshauptstadt. Im August 2017 marschierte die Gruppe von Graz nach Wien und instrumentalisierte die mitgereisten Kinder, um auf dem Weg ihre sexistischen und patriarchalen Flyer zu verteilen und bei Aktionen in diversen Kleinstädten gegen Menschen, die sich für eine Abtreibung entscheiden, zu hetzen. [1]

Neben den “Märschen fürs Leben” und den „Pro Life Touren“ bietet “Jugend für das Leben” auch „Schuleinsätze“ an. Wird auf ihrer Homepage derzeit der Inhalt dieser „Schuleinsätze“ nur mehr vage mit den Themenbereichen: „Wann beginnt das Leben?“ oder: „Wie wird eine Abtreibung durchgeführt?“ angedeutet, ließ sich der genaue Inhalte auf der Internet-Seite von “Jugend für das Leben” 2007 noch sehr detailliert finden. Eigentlich nicht weiter verwunderlich, sind diese nicht nur voll von fadenscheinigen und unwissenschaftlichen Informationen, die den Schüler*innen in den Pflichtgegenständen wie Biologie oder Religion aufgezwungen werden, wie etwa dem “Post-Abortion-Syndrom”, welches eine psychische Erkrankung darstellen soll, die einzig und allein durch die Durchführung einer Abtreibung ausbricht. Weitere absurde Inhalte dieser „Schuleinsätze“: Verhütungsmittel wie die Hormonspirale, die Pille sowie die Pille danach werden als „Frühabtreibung“ bezeichnet. Begründet wird diese Bezeichnung dadurch, dass „sie verhindern, dass sich das bereits empfangene Kind an der Gebärmutterwand einnistet und verursacht so dessen Tod.“ Dass auch andere Faktoren, wie etwa Stress oder hormonelle Bedingungen, die Einnistung einer Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut erschweren oder verhindern und fast immer unbemerkt bleibt, wird hierbei verschwiegen. Ebenso wird verschwiegen, welche körperlichen oder psychischen Folgen das Austragen einer ungewollten Schwangerschaft sowohl für die schwangere Person als auch das Kind selbst haben können. Teil der Schul-Propaganda von “Jugend für das Leben” scheint auch zu sein, gebährfähige Körper vollkommen zu objektifizieren. Dabei wird sogar soweit gegangen, dass Schwangerschaftsabbrüche nach Vergewaltigungen auch moralisch verurteilt werden. Als einzige Argumentation dient dabei: „ein Unrecht kann nicht durch ein anderes Unrecht gutgemacht werden. Bestraft werden muss der Täter und nicht das Kind, das am Verbrechen des Vaters keine Schuld trägt.“ Wenn das Kind ausgetragen wird, wird angeblich „der Mutter viel Leid erspart“, was nicht nur eine vollkommene Zumutung, sondern auch einer Bevormundung von vergewaltigten Menschen gleichkommt. [1] Continue reading “Recherche zu “Jugend für das Leben””

Proteste gegen reaktionäre antifeministische Podiumsdiskussion an der TU Wien

Am Freitag, den 10.11.2017 soll ab 18 Uhr im Kuppelsaal der TU Wien eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “GENDER–DEBATTEN: Worum geht es?” stattfinden. Diese wird organisiert von der Katholischen Hochschulgemeinde.
Teilnehmer*innen dieser Podiusmsdiskussion sind u.a. die christlich-konservative Publizistin Gabriele Kuby sowie der Facharzt für Psychatrie und Neurologie Dr. Raphael Bonelli. Die Moderation übernimmt die ÖVP-Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete Gudrun Kugler.Letztere ist auch Initatorin von der katholischen Heiratsplattform “kathtreff.org” und betätigt sich stark in der sogenannten “Lebensrechtsbewegung”.
Bei diesen finden sich vehemente Abtreibungsgegner*innen, welche sich auch gegen Sterbehilfe stellen. Auch werden heteronormative Rollenbilder in der Rückbesinnung auf “christliche Tugenden und Werte” verbreitet.
In einer Rede im Wiener Gemeinderat vom 26. Juni 2017 betont Gudrun Kugler ihre reaktionäre Position, indem sie “jede Abtreibung als eine zuviel” beschreibt. Auch will Kugler, dass Wiener Standesbeamte die Begründung eingetragener, gleichgeschlechtlicher Partnerschaften “mit Verweis auf ihren christlichen Glaube ablehnen dürfen.” In der Zeitschrift “Couleur”, die vom christlich-konservativen Mittelschüler-Kartell-Verband herausgegeben wird, meint Gudrun Kugler, dass die gleichgeschlechtliche Ehe zu einer “Ehe unter Geschwistern” führt.

Gabriele Kuby, welche bei der Podiumsdiskussion als “Contra Gender”-Diskutantin angeführt wird, entpuppt sich als völkisch-nationalistisch.
Auf ihrer Website positioniert sie sich gegen Abtreibungen und benutzt völkisch-nationalistische Rhetorik. Sie betont, dass Abtreibung, Verhütung und Homosexualität zwangsläufig zum “Absterben des deutschen Volkes” führen würden. Auch für die rechte Zeitschrift “Junge Freiheit” hat die Publizistin schon geschrieben.

Mitdiskuntant soll außerdem der Facharzt für Psychatrie und Neurologie Dr. Raphael Bonelli sein, der in seinen bisherigen Veröffentlichungen heteronormative sowie sexistische Geschlechterstereotype reproduziert. So macht er in seinem Text “Männlicher Narzissmus” deutlich, dass eine “gesunde Männlichkeit” erstrebenswert sei.
Hier wird also auch seine maskulinistische Sichtweise deutlich, die er durch naturwissenschaftliche und medizinische Modelle versucht zu legitimieren.

Wir stellen in Frage, warum Frau Dr. Meike Lauggas, die “pro gender” argumentieren wird, sich an diesem Podium beteiligen möchte.

Die Katholische Hochschulgemeinde stellt hier also unter dem Titel “Gender-Debatten” ein Podium zusammen, in dem reaktionäre, erzkonservative und nationalistische Positionen den Vorrang haben. Es vertreten 3/4 der Podiumsteilnehmer*innen vertreten homofeindliche, (cis-)sexistische, völkische und frauenfeindliche Positionen.

Es macht uns wütend, welchen Gesinnungen die Technische Universität Wien hier eine Bühne bietet.
Dem sollte etwas entgegen gesetzt werden, denn so einer Veranstaltung darf kein Raum geboten werden!

Schreibbande – Skizzen und Comics

Ein Raum zum Schreiben, aber nicht nur: Wir wollen Platz für Diskussionen schaffen und Platz, um Diskutiertes in Geschriebenes zu verwandeln. Dabei können geschriebene Interventionen entstehen – vom Flugblatt bis zum Roman, vom Artikel bis zum Graffiti . Wir arbeiten Nebeneinander oder Miteinander oder Al leine. Du kannst die Schreib Athmo nutzen, um an Dingen zu arbeiten, die du schreiben wi llst, oder Mitschreiber_innen für deine Schreib-Ideen finden. Du kannst herkommen und einfach nur da sein, Plaudern, Wasser oder Bier trinken. (+ offene Bar )

Mutige Kämpferinnen – verführte Täterinnen?

‘Deutsche’ Frauen und Nationalsozialismus in feministischen Geschichtspolitiken

Geschichte wird gemacht – das gilt auch für feministische Bewegungen und Debatten. Zu den schwierigsten Fragen gehörten dabei jene nach der Position ‘deutscher’ (‘arischer’), nicht-verfolgter Frauen im Nationalsozialismus: widerständige Opfer eines patriarchalen Systems, bloße Mitläuferinnen, Verführte im Dienste der Männerherrschaft oder Täterinnen, denen Antisemitismus und Rassismus zu Aufwertung der eigenen Person dienten? Wir wollen einigen Spuren dieser Debatten in deutschsprachigen feministischen Zusammenhängen kritisch nachgehen.

Wenn Kuchen genug Sex ist – A_sexualität und A_romantik

WORKSHOP, VORTRAG und FILMSCREENING: Wenn Kuchen genug Sex ist – A_sexualität und A_romantik infos auch auf: https://www.facebook.com/events/307360916407971

Was sind eigentlich A_sexualität und A_romantik? Welche Diskriminierungen erleben a_sexuelle und a_romantische Menschen im Alltag, welche Vorurteile begegnen ihnen? Wie kann ich in meinem professionellen, pädagogischen oder beratenden Kontext mit a_sexuellen und a_romantischen Menschen gut umgehen oder Bildungsarbeit zu diesen Themen machen? Kurz nach der Asexual Awareness Week veranstalten wir einen Tag zu A_sexualität und A_romantik.

Um kurze Anmeldung für den Workshop wird gebeten: oehqueerfem@akbild.ac.at Zu allem anderen einfach so vorbei kommen. Der Workshop und Vortrag sind auf Deutsch, der_die Filme auf Englisch (teilweise mit Untertiteln). In Kooperation mit Ace Aro Wien.

Ablauf: 08. November 2017 WORKSHOP von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr (Ankommen ab 13:00 möglich) VORTRAG und FILMSCREENING ab 18:30 Uhr, dazwischen Abendessen

WORKSHOP: Was sind eigentlich A_sexualität und A_romantik? Welche Diskriminierungen erleben a_sexuelle und a_romantische Menschen im Alltag, welche Vorurteile begegnen ihnen? Wie kann ich in meinem professionellen, pädagogischen oder beratenden Kontext mit a_sexuellen und a_romantischen Menschen gut umgehen oder Bildungsarbeit zu diesen Themen machen?

In diesem Workshop widmen wir uns A_sexualität und A_romantik. Wir klären Begriffe und Formen von Diskriminierung, setzen uns mit Vorurteilen auseinander und erarbeiten Strategien für den Umgang mit A_sexualität und A_romantik in einem professionellen Kontext. Vorwissen ist nicht notwendig, es gibt Raum für Fragen und Diskussionen.

VORTRAG: A_sexuell, a_romantisch, Romantiker_innen mit nicht-sexuellen, aber romantischen und/oder emotionalen Beziehungen, A_sexuelle, die Beziehungen mit sexuellen Partner_innen führen?

An diesem Abend widmen wir uns einem spannenden, komplexen und weitgehend unsichtbaren Thema! A_sexualität und A_romantik werden aus mehreren Blickwinkeln betrachtet. Dabei wird erklärt, worum es sich bei A_sexualität und A_romantik handelt, wie das Leben von Menschen im Spektrum ausschauen kann, welchen Diskriminierungen sie ausgesetzt sind und auch die Frage nach queerness gestellt.

Anschließend findet noch ein FILMSCREENING (die Filme werden von Ace Aro Wien ausgewählt) statt.

Unsere Vortragenden:

Annika & Balthazar

Reaktionäre antifeministische Podiumsdiskussion an der TU Wien!

Aufruf von der Plattform Feminismus gegen die reaktionäre, antifeministische Podiumsdiskussion an der TU Wien:

Am Freitag, den 10.11.2017 soll ab 18 Uhr im Kuppelsaal der TU Wien eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “GENDER–DEBATTEN: Worum geht es?” stattfinden. Diese wird organisiert von der Katholischen Hochschulgemeinde.
Teilnehmer*innen dieser Podiusmsdiskussion sind u.a. die christlich-konservative Publizistin Gabriele Kuby sowie der Facharzt für Psychatrie und Neurologie Dr. Raphael Bonelli. Die Moderation übernimmt die ÖVP-Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete Gudrun Kugler.

Letztere ist auch Initatorin von der katholischen Heiratsplattform “kathtreff.org” und betätigt sich stark in der sogenannten “Lebensrechtsbewegung”.
Bei diesen finden sich vehemente Abtreibungsgegner*innen, welche sich auch gegen Sterbehilfe stellen. Auch werden heteronormative Rollenbilder in der Rückbesinnung auf “christliche Tugenden und Werte” verbreitet.
In einer Rede im Wiener Gemeinderat vom 26. Juni 2017 betont Gudrun Kugler ihre reaktionäre Position, indem sie “jede Abtreibung als eine zuviel” beschreibt. Auch will Kugler, dass Wiener Standesbeamte die Begründung eingetragener, gleichgeschlechtlicher Partnerschaften “mit Verweis auf ihren christlichen Glaube ablehnen dürfen.” In der Zeitschrift “Couleur”, die vom christlich-konservativen Mittelschüler-Kartell-Verband herausgegeben wird, meint Gudrun Kugler, dass die gleichgeschlechtliche Ehe zu einer “Ehe unter Geschwistern” führt. Continue reading “Reaktionäre antifeministische Podiumsdiskussion an der TU Wien!”

Anarcha-queer-feminist gathering

Als Anarcha-Queer-Feministische Gruppe wollen wir die Treffen nicht von Strukturen bestimmen lassen, sondern die Abende offen miteinander gestalten. Dies bedeutet, jede Person (auch du) kannst etwas über Anarchismus Queer-Feminismus oder andere gerade und dauerhaft anstehende Themen mitbringen.´ – Texte, Flyer, Bilder, Comics, kurze Filme… Dies ist ein Aufruf an Personen, die Herrschaft in allen Ausformungen ablehnen und für die Antisexismus und Queer-/Feminismus nicht ohne Anarchismus auskommen. Das bedeutet für uns auch, dass wir aufeinander acht geben. Außerdem wollen wir repressive Situationen nicht als Einzelerlebnisse wahrnehmen, sondern als Teil eines Gesamtkomplexes, dem wir gemeinsam etwas entgegensetzen möchten. Der Abend soll hierarchiefrei, antiautoritär und vielfältig sein. Wir und Uns heißt Du und Ich.

One Solution: Feminism!

Auch wenn dieser Artikel [1] bereits vor eineinhalb Jahren in der Analyse&Kritik veröffentlicht wurde, liegt seine Aktualität auf der Hand: Bei den Nationalratswahlen wählte mehr als die Hälfte eine rechte bzw. rechtsextreme Regierung [2]. Für viele Linke liegt der Fokus des Kampfs gegen FPÖ und ÖVP im Bereich Antifa. Dass dies auch einen massiven antifeministischen Backlash bedeutet und LGBTIQ Menschen neben Geflüchteten zu den vom Rechtsruck am stärksten Betroffenen zählen, scheint ein Unterkapitel zu sein. Auch die Verbindung zwischen Geschlechterideologie und Rechtsextremismus hat ein großen Teil der antifaschistischen Szene bisher nur sehr am Rande in seine Überlegungen einbezogen. Wieso Antifeminismus nicht die notwendige Zentralität von Rassismus als Angriffspunkt gegen AfD, FPÖ und Co hat, damit haben sich Anna Berg und Tanya Zorn auseinandergesetzt:

One Solution: Feminism!

Diskussion: Im Kampf gegen die AfD müssen wir Antifaschismus und Feminismus gleichberechtigt zusammendenken

Von Anna Berg und Tanya Zorn

Volksfront gegen Rechts oder Klasse gegen Klasse – sowohl autonome als auch breite bürgerliche Bündnisse, Gruppen und Organisierungen vergessen eines im Kampf gegen die Alternative für Deutschland (AfD): die Zentralität nicht nur von Rassismus, sondern auch von Antifeminismus und wertkonservativer Mobilisierung. Das verhindert die Einbindung eines großen Potenzials von Feminist_innen in den antifaschistischen Kampf. Schuld ist das Patriarchat – und das sind wir alle. Continue reading “One Solution: Feminism!”